Experimentelle Untersuchung des Strömungswiderstandes von Energieabsorbern im Störlichtbogenfall

Schwerpunkte:  Experimente

Störlichtbögen in elektrischen Anlagen bewirken einen schnellen Druckaufbau, der zum Ausstoß von heißem Gas führt. Zur Minimierung der Belastung des Anlagenraumes werden sogenannte „Energieabsorber“ verbaut. Die partielle thermische Energieabsorption und die Erhöhung des Strömungswiderstandes aufgrund der verringerten effektiven Öffnung sind die wesentlichen physikalischen Effekte des Absorbers. Um die Wirkung in Berechnungsverfahren besser beschreiben zu können, müssen deren Effekte experimentell bestimmt werden. Im Rahmen dieser Arbeit soll die effektive Öffnung bzw. der Strömungswiderstand bestimmt werden.

Sebastian Wetzeler, M.Sc.
Telefon: +49 241 80 90009
wetzeler@ifht.rwth-aachen.de

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Störlichtbögen

Ein Störlichtbogen ist ein ungewollter auftretender Lichtbogen zwischen elektrischen Anlagenteilen. Störlichtbögen verursachen einen schnellen Temperatur- und Druckanstieg in den betroffenen Anlagen und Anlagenräumen, der das Bedienpersonal, unbeteiligte Passanten, die Anlage und sogar das Schaltanlagengebäude gefährden kann. Aus diesem Grund muss ein Nachweis über die Störlichtbogensicherheit und -festigkeit der Anlage erbracht werden. Dies erfolgt durch Versuche in Hochleistungsprüffeldern und/oder durch zuverlässige Druckberechnungsprogramme. Infolge der aufwendigen und kostenintensiven Hochleistungsprüfungen gewinnen flexibel einsetzbare und zuverlässige Druckberechnungsverfahren mehr und mehr an Bedeutung. Mit diesen kann der Einfluss von konstruktiven Maßnahmen wie z. B. Druckentlastungsöffnungen und -kanälen oder Energieabsorbern auf die Belastung von Anlagen und Gebäuden schnell und kostengünstig untersucht werden kann. Die  eingesetzten Berechnungsverfahren müssen dafür laufend verifiziert und für ein breites Anlagenspektrum optimiert werden.

Allgemeine Informationen

Die von uns angebotenen Arbeiten haben alle einen engen Bezug zu aktuell laufenden Forschungsprojekten die in Kooperation mit der Industrie und/oder der öffentlichen Hand (z.B. EU, Bund, Land) durchgeführt werden. Daher sind die hier veröffentlichten Themenbeschreibungen als Beispiele zu verstehen, die eine mögliche, grobe Richtung vorgeben. Es gilt grundsätzlich:

  • wenn euch ein Themengebiet allgemein anspricht, ihr aber keine Arbeit aufgelistet findet die euch gefällt,
  • wenn ihr eigene Ideen und Vorschläge für ein entsprechendes Thema habt oder
  • wenn ihr zusätzlich gerne eure speziellen Fähigkeiten gezielt in eure Abschlussarbeit einbringen möchtet

versuchen wir gerne, genau dies nach euren Vorstellungen zu realisieren. Sprecht hierzu bitte einfach den zum Themengebiet oder zur Aufgabenbeschreibung passenden Assistenten an.

Gerne zeigen wir euch bei Gelegenheit auch Labore, Versuchsaufbauten oder das Testzentrum direkt vor Ort.