Entwicklung eines Berechnungstools zur Bestimmung der Strombelastbarkeit von Erdkabeln

Schwerpunkte: Strombelastbarkeit, Erdkabel, Softwareentwicklung

Das bisherige Standardverfahren zur Verlegung langer Erdkabelstrecken in der Höchstspannungsebene ist die offene Grabenbauweise. Der dafür notwendige Aushub eines Grabens entlang der Kabeltrasse stellt einen starken Eingriff in die Umwelt dar. Die Anwendung eines bohrtechnischen Verlegeverfahrens würde diesem Punkt Abhilfe schaffen. Das IFHT erforscht daher innerhalb eines Großprojektes mit Netzbetreibern und dem Weltmarktführer in der Tunnelbohrtechnik die Einflüsse eines solchen innovativen Bohrverfahrens auf das thermische und elektrische Verhalten von Erdkabeln.

Die Strombelastbarkeit erdverlegter Kabel wird mit Hilfe in Normen festgelegter Berechnungsvorschriften bestimmt. Ein innovatives bohrtechnisches Verfahren wird zu vom Standard abweichenden Verlegebedingungen für das Kabel führen und damit evtl. die Notwendigkeit zur Anpassung der Berechnungsvorschriften für diesen Fall nach sich ziehen. Die Quantifizierung der Abweichung der nach Norm bestimmten von den real auftretenden Werten soll durch den Vergleich mit simulativ und messtechnisch gewonnen Daten erfolgen.

In dieser Arbeit soll ein Software-Tool entwickelt werden, mit dem sich die normgerechte Berechnung der Strombelastbarkeit von Erdkabeln in verschiedenen Verlegeanordnungen und Bedingungen durchführen lässt.

Christian Tappel, M.Sc.

Telefon: +49 241 80 92947
tappel@ifht.rwth-aachen.de

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Allgemeine Informationen

Die von uns angebotenen Arbeiten haben alle einen engen Bezug zu aktuell laufenden Forschungsprojekten die in Kooperation mit der Industrie und/oder der öffentlichen Hand (z.B. EU, Bund, Land) durchgeführt werden. Daher sind die hier veröffentlichten Themenbeschreibungen als Beispiele zu verstehen, die eine mögliche, grobe Richtung vorgeben. Es gilt grundsätzlich:

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  • wenn ihr eigene Ideen und Vorschläge für ein entsprechendes Thema habt oder
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