Abteilung Betriebsmittel und Diagnostik

Die Forschungsschwerpunkte der Abteilung Betriebsmittel und Diagnostik erstrecken sich vom Isoliermaterial über das Betriebsmittel bis hin zu dessen Mess- und Überwachungstechnologie. Ausgehend von der Erforschung neuartiger als auch bekannter Isolierstoffe bzgl. ihrer elektrischen, mechanischen und thermischen Eigenschaften wird die Anwendbarkeit von Zustandsbewertungen mittels verschiedener Diagnosemethoden innerhalb von Versuchsaufbauten analysiert.

Im Kontext der Isoliersysteme wird unter anderem die Grundlagenforschung von hybriden Isoliermaterialen (wie z.B. syntaktischen Schäumen) als auch die anwendungsnahe Entwicklung von Einsatzmöglichkeiten in den Bereichen der Supraleitung, Isolatoren oder Zündsysteme innerhalb der Abteilung betrieben. Des Weiteren werden auch klassische Fest- und Flüssigisolationen für eine Anwendung (z.B. in Transformatoren) unter Beachtung nicht sinusförmiger Zeitverläufe entwickelt.

Im Bereich der Primärkomponenten der Hoch- und Mittelspanungsebene (z.B. Kabel und Freileitungen, Isolatoren, Transformatoren, Ortsnetzstationen) wird deren physikalische Modellierung als auch Diagnostik innerhalb ihrer Betriebsumgebungen erforscht. Zusätzlich werden die Themen der Netzintegration und Instandhaltung neuartiger Technologien der Verteilungsnetze sowie die informations- und kommunikationstechnische Sicherheit innerhalb kritischer Infrastrukturen praxisnah mittels Demostartoraufbauten und einer eigenen Leitwarte untersucht. 

Die Forschungsabteilung Betriebsmittel und Diagnostik zeichnet sich sowohl durch ihre umfangreiche labortechnische Ausstattung zur experimentellen Bearbeitung der Fragestellungen als auch durch ihr tiefes theoretisches Verständnis der physikalischen Vorgänge in den netztechnischen Komponenten und Isoliersystemen basierend auf Simulationen und Modellierung aus.